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Der Ausverkauf von Friedrichshain-Kreuzberg geht weiter

Zum Verkauf des Dragoner Areals in Kreuzberg an einen Privatinvestor zum Höchstpreis erklärt die Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak, Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost:

Zum Verkauf des Dragoner Areals in Kreuzberg an einen Privatinvestor zum Höchstpreis erklärt die Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak, Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost:

"Der Verkauf des Dragoner Areals in Kreuzberg zum Höchstpreis an einen privaten Investor zeigt erneut, dass dem Bund die Interessen und Bedürfnisse der hier lebenden Menschen - u.a. der Erhalt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Berliner Innenstadt - herzlich egal sind. Das einzige was zählt, ist den höchst möglichen Profit zu erzielen.

Trotz jahrelangen und massiven Widerstands vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der Landes- und Bezirkspolitik wurde dieses einzigartige Gelände an einen privaten Investor vergeben. Angebote landeseigener Wohnungsbaugesellschaften wurden abgelehnt. Wer sich tatsächlich hinter dem tatsächlichen Käufer verbirgt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt fraglich - ebenso inwieweit dieser tatsächlich den Vorstellungen und Bedürfnissen des Bezirkes bei der Entwicklung des Geländes gerecht werden kann. Der Ausverkauf von Friedrichshain-Kreuzberg geht also weiter. Nur ein Umdenken in der Liegenschaftspolitik des Bundes, u.a. die Vergabe von Immobilien nicht wie bisher allein nach Höchstpreis, sondern vielmehr nach Konzepten, die den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werden, kann diesen Ausverkauf noch aufhalten."

Zum Hintergrund: In seiner gestrigen Sitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundestages gegen die Stimmen der Abgeordneten der Linksfraktion dem Verkauf des sogenannten Dragoner Areals in Kreuzberg zugestimmt. Das Gelände ist rund 47 000 Quadratmeter groß und befindet sich zwischen Mehringdamm und Obentrautstraße in einer Toplage. Die Immobilie wurde nach Höchstpreisverfahren für 36 Millionen Euro an einen privaten Investor mit Sitz in Wien vergeben. Da das Areal ursprünglich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilien war, musste der Ausschuss dem Verkauf formal zustimmen.