15. Februar 2017

Gedenktafel für den Antifaschisten Wolfgang Szepansky erneut zerstört!

Belana Szepansky (links) bei der Enthüllung der Tafel zum Gedenken an ihren Großvater Wolfgang Szepansky am 9. Oktober 2016.

"Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!", schrieb Wolfgang Szepansky am 11. August 1933 an eine Wand in der Methfesselstraße 42. Nach seiner Verhaftung kam er ins Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus und floh 1934 in die Niederlande. Nach der Auslieferung an die Gestapo verbrachte er fünf weitere Jahre im KZ Sachsenhausen.

2012 wurde ihm zu Ehren eine Gedenktafel an der besagten Mauer in Kreuzberg 61 angebracht.

Seitdem wurde sie zwei Mal gewaltsam von Unbekannten zerstört.

Am 9. Oktober 2016 wurde die Gedenktafel zum dritten Mal enthüllt. "Ich hoffe nicht, dass es so sein wird, aber wenn es sein muss, komme ich immer und immer wieder hierher, um eine neue Gedenktafel zu enthüllen", dachten sich damals Halina und alle anderen anwesenden Antifaschist_innen.

Noch nicht mal ein halbes Jahr nach dieser feierlichen Enthüllung wurde die Tafel zum Gedenken an den Antifaschisten Wolfgang Szepansky erneut zerstört! Diese erneute Zerstörung macht Halina wütend und traurig. Sie macht erneut deutlich, dass Rassismus und Faschismus immer noch ein Problem sind. Die erneute Zerstörung macht erneut deutlich, dass der antirassistische und antifaschistische Kampf noch lange nicht beendet ist.

Auch dieses Mal findet Halina:

"Wir müssen darüber reden, warum, weshalb und wieso Rassismus immer und immer wieder entsteht, warum er partiell sogar Menschen in Massen auf die Straße treibt. Gerade in Zeiten von Pegida müssen wir deutlich sagen: Alle Rassisten sind Arschlöcher - überall."