Halina packt beim Aufbau der Stände auf dem Mariannenplatz-Fest mit an. (Foto/Copyright: Rico Prauss)
Halina auf dem traditionellen Gartenfest der Volkssolidarität (Foto/Copyright: Rico Prauss)
Claudia Richter ist zufrieden mit dem erfolgreichen Fest. (Foto/Copyright: Rico Prauss)
Halina diskutiert mit Garip Bali von Allmende über Schule gegen Rassismus. (Foto/Copyright: Rico Prauss)
Rauchende Grills (Foto/Copyright: Rico Prauss)
Ein wenig im Bett bleiben, ein episches Frühstück, auf der Wiese in der Sonne faulenzen...nein, Halinas Tag war viel bunter. Die zahlreichen Gäste des Gartenfestes in der Koppenstrasse werden ihr zustimmen. Traditionell von der Volkssolidarität am 1. Mai veranstaltet, trifft man sich zu Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Bier und schwingt das Tanzbein zu Evergreen und immer wieder schön. Nicht ohne zu Beginn in deutlichen Worten festzuhalten: man ist nicht umsonst die Volkssolidarität! Geld für Bildung, bezahlbaren Wohnraum, Friedenspolitik statt Militäreinsätze -und nicht zuletzt- anständig bezahlte Arbeit, die eine anständige Rente für diejenigen finanziert die ja wohl ihren Teil zum Ganzen getan haben. "Sozial und solidarisch, das muss gesagt sein und jetzt ran an Tanz, Tee und Torte, vielleicht überzeugen wir noch ein paar bei uns einzutreten, weil wir es uns schön machen." Aber da war Halina schon wieder auf dem Fahrrad, denn es galt den Info-Stand der Partei schön zu machen.
Auf dem Mariannenplatz, wo in diesem Jahr allein DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg die Dinge zu stemmen hatte. Bündnis ‘90/Die Grünen hatten sich aus der Organisation verabschiedet, aber das wird kaum einer der über 6000 Menschen gemerkt haben auf diesem gelungenen Fest. Nur Claudia Richter kann ein Lied davon singen, zusammen mit ihren zahlreichen Unterstützern aus Basisorganisationen und Partei des Bezirkes, hat sie seit Wochen gerödelt. "Wir hätten ja beinahe keinen Strom gehabt" sagt sie und ist zufrieden, dass nun alles glatt läuft: Die Musik auf der Bühne, das Mikro für die Podiumsdiskussionen und die Zapfanlage für ein schönes Bier. Und nicht nur bei den gelegentlichen Platzregen, wird sich mancher unter die Dächer der zahlreichen Infostände gedrängt haben - wann liegt schon mal soviel Material von Initiativen und Vereinen aus und kündet von einem Stadtteil, der sich regt: Der Mariannenplatz war rot, soviel Linke waren da...
Für den Abend hatte sich Halina noch etwas vorgenommen. Als Beobachterin nahm sie an der revolutionären 1. Mai-Demonstration teil und kann nur bestätigen, was jeder Statistiker schon vorher wusste: Stehen 7000 Polizisten 10.000 Demonstranten gegenüber, ist die Wahrscheinlichkeit von Rangeleien ziemlich hoch. Überall. Und so wird man zugeben müssen: Am schlimmsten rauchten an diesem Tag die Fleischspiesse auf dem Mariannenplatz.